Isolierkörbe - Energie und Ressourcen sparen

Was wäre, wenn man in Afrika die Kosten für die Essenszubereitung, die toxischen Emissionen der Kochstellen und die Entwaldung um 50% reduzieren könnte? Was würde das für das tägliche Leben der ländlichen Bevölkerung und für die Umwelt bedeuten? Durch “Isolierkörbe“, können jetzt 50% der Kocharbeit ohne das Verbrennen von Ressourcen durchgeführt werden.

Das Prinzip der Isolierkörbe ist denkbar einfach: sie können sehr gut Hitze isolieren. Dadurch muss beispielsweise ein Topf Reis nur auf Kochtemperatur gebracht werden. An diesem Punkt endet die Aufgabe des Feuers und der Topf wird in den Isolierkorb gelegt. Nach einer halben Stunde Garzeit ist der Reis fertig. Aus diesem Grund werden die Körbe auch treffenderweise “Garkörbe“ genannt. In Afrika erhielten sie sogar den Titel “Fireless Cooker“ (feuerlose Kocher), weil sogar bis zu drei Stunden Garzeit möglich sind und die örtlichen Speisen Githeri (Bohnen und Mais) und Matoke (Kochbananen) zubereitet werden können.

Dadurch, dass nicht durchgehend mit Holz gekocht wird, werden die Wälder geschont und die Ausgaben für Kochmaterial (Holzkohle etc.) gesenkt. Außerdem verbessert sich die Gesundheit der Menschen, da weniger schädlicher Rauch in den geschlossenen Räumen produziert wird.

 In Ländern Ostafrikas (Kenia, Uganda) kümmert sich das LHL-Mitglied Bernhard Müller darum, diese Technik weiterzuverbreiten. Hierzu werden mit lokalen Organisationen Seminare veranstaltet. In ihnen lernen die Teilnehmer (meist Frauen) den Umgang mit und die Produktion von Isolierkörben. Diese Seminare werden zu einem Großteil durch Spenden finanziert, aber die Teilnehmer müssen einen Eigenanteil bezahlen. Denn nur so wird das vermittelte Wissen auch wertgeschätzt…genauso wie bei uns. 

Wenn sie für die Verbreitung dieser Technik in Afrika spenden wollen, wählen sie “Isolierkörbe“ in der Onlineformular-Auswahlliste.

Laufzeit

November 2016 - Ende offen
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