Dorfentwicklungsprojekt III

Mit Frauenpower nach Madagaskar

Nach der erfolgreichen Reise in 2014 wird auch in diesem Jahr eine Gruppe junger Erwachsener Madagaskar erleben und einen Großteil der Zeit im Süden der Insel auf Romains Ecolodge verbringen. Den 12 Teilnehmern, davon 9 Frauen, steht ein umfangreiches Programm bevor, aber natürlich nehmen wir uns Zeit, auch das Land kennen zu lernen. Das passiert schon hier in Deutschland, denn auf den Vorbereitungstreffen. die im Naturgut Ophoven stattfinden, tasten wir uns an dieses unbekannte Land heran. Los geht es im August, und in der ersten Woche wird die Gruppe auf ihrer Hinfahrt sich Zeit nehmen und mehrere Stopps einlegen, den längsten in Fianarantsoa. Hier treffen sie auf die madagassischen Kommilitonen, besuchen einen echten Tropenregenwald und statten der Universität einen Besuch ab, denn hier ist eine neue interessante Partnerschaft geplant.

Gemeinsam geht es weiter Richtung Süden und nach der ersten Woche ist das Ziel erreicht: Andalamengoke, ein kleines Straßendorf, im Südwesten gelegen, 150 km vor der Küste. Die nächsten vier Wochen ist das das Arbeits­programm: der Brunnen (Programmauftrag: Solarpumpe einbauen, Hochtank errichten und Wasserleitung zur Schule verlegen), die Schule (Programmauftrag Schultoiletten reparieren), die Frauen des Dorfes (Programm­auftrag: gemeinsam Gras mähen und zu Biobriketts verarbeiten und damit die neuen Kocher testen) und schließlich an der neuen Schulbücherei eine Antenne anbringen, um den Handyempfang zu verbessern. Daneben die üblichen Arbeiten, die jeder Selbstver­sorger aus der JH kennt: Mahlzeiten zubereiten, Tisch decken, abräumen und abwaschen, und ganz wichtig Wasser holen (100 l für die Küche und 10 l erhält jeder für seinen privaten Bedarf). An den Wochenenden Einkaufen in der nahen Kreisstadt, Badeausflug nach Tulear ans Meer, Besuch des Trockenurwaldes im benachbarten Zombitse Nationalpark (mit
Lemurenfütterung) und in der Zwischenzeit Computerkurse mit den Jugendlichen aus dem Dorf und jede Menge Spiele mit den Kindern des Dorfes.

Nach der 5. Woche ist es Zeit die Rückfahrt anzutreten, erster Stopp im Isalo-Nationalpark, Relaxen und Baden im Gebirgssee, Weiterfahrt nach Fianarantsoa, Verabschiedung von den madagassischen Freunden und als letzter Höhepunkt Sightseeing in der Hauptstadt Antananarivo. Spätestens dann registrieren die Teilnehmer, dass sie 6 Wochen ohne Uhr, ohne Zeitung, ohne Fernsehen und ohne Internet verbracht haben und werden zu der Erkenntnis kommen: es geht auch ganz gut ohne.

Laufzeit

Januar 2016 - Dezember 2016
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